[Amtlicher Beitrag] Sozialraum-Workshop Hirschau: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Beim Sozialraum-Workshop am 15. Juni 2026 im Ratsstüble haben 15 Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Organisationen, wie Schule, Ortschaftsrat, Stadtplanung, Ratsstüble, Nachbarschaftshilfe und Integrationsmanagement über die aktuelle Situation in Hirschau und wichtige Zukunftsthemen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass Hirschau als lebenswerter Ort mit einem starken Gemeinschaftsgefühl wahrgenommen wird. Besonders geschätzt werden die zahlreichen Angebote für Kinder und Familien, die Kindergärten und die Grundschule, das vielfältige Vereinsleben sowie das große ehrenamtliche Engagement. Auch die Kirchengemeinden, das Ratsstüble und die positiven Impulse aus dem Quartiersentwicklungsprozess „Quartier 2020“ tragen wesentlich zum sozialen Miteinander bei. Die attraktive Lage am Spitzberg, die Nähe zu Tübingen und die gute Infrastruktur wurden ebenfalls als wichtige Stärken genannt.
Gleichzeitig wurden verschiedene Herausforderungen benannt, die für die weitere Entwicklung des Ortes von Bedeutung sind. Ein zentrales Anliegen vieler Familien ist die Sicherstellung ausreichender Kindergartenplätze für Hirschauer Kinder. Außerdem besteht der Wunsch nach zusätzlichen Angeboten für Jugendliche sowie nach weiteren Ferienangeboten für Grundschulkinder. Für das Wohngebiet Toräcker werden Maßnahmen angeregt, die das Zusammenleben stärken und Begegnungen zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen fördern. Ebenso soll die Zusammenarbeit der sozialen Akteure im Ort durch einen Arbeitskreis Soziales verbessert werden. Auch die Zukunft der örtlichen Geschäfte beschäftigt viele Menschen. Im Zusammenhang mit der Sperrung der Hirschauer Brücke wird befürchtet, dass die Nahversorgung im Ort leiden könnte. Darüber hinaus wurde die Bedeutung des Ehrenamts hervorgehoben. Damit das rege Vereinsleben auch künftig bestehen kann, müssen neue und jüngere Engagierte gewonnen werden. Weitere Themen waren die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte sowie bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete.
Die Ergebnisse des Workshops zeigen, dass Hirschau über viele Stärken verfügt und zugleich konkrete Ideen vorhanden sind, um den Ort auch in Zukunft lebendig, solidarisch und familienfreundlich weiterzuentwickeln.
Die Ergebnisse des Sozialraum-Workshops fließen in den nächsten Sozialbericht ein, der Anfang 2028 erscheinen wird. Die Fachabteilung Sozialplanung und Entwicklung der Stadtverwaltung Tübingen wird die im Workshop eingebrachten Anregungen an die jeweils zuständigen Fachabteilungen weiterleiten und gemeinsam mit diesen prüfen und diskutieren.

Foto: Universitätsstadt Tübingen